Und der Anruf kommt doch immer, und ich schreib dich wieder an
Kann nicht glauben wie die Zeit rinnt, ist’s schon lange wieder her
Bin ab morgen in der Gegend, wolln wir uns denn dann mahl treffen?
Und ich hass es und ich lieb es, und es fällt mir leicht und schwer
Denn ich kann mich noch erinnern, und vermisse dich doch so sehr
Und die Alte Kneipe passt schon, alte Bilder an der Wand
Und ich freu mich dich zu sehen, kannte dich doch mal so gut
So wie damals, so wie früher, als wir doch noch anders waren
Ja wie geht’s dir? Und was macht du? lass dich doch mal kurz umarmen
Und dann fühlt es sich so an als würd man sich gar nicht kennen
Erstes treffen, neue Worte, nur an allem hängt das alte
Drängt sich zwischen, klebt an Silben, spricht ganz leise meine Worte
Ja so ist das eben jetzt, ham uns Neues nichts zu sagen
Komm schon alter, weißt du noch? als währs Gersten erst gewesen
Schlechte Witze, lange Nächte, und so viele, viele Pläne
Unbeendete Projekte und belanglose Gespräche
Und ja einmal, ganz spezifisch, eine Reihe von Momenten
Waren wir nicht einfach dumm, aber mussten immer Lachen
Du erinnerst dich bestimmt
Nur was bringt uns das denn jetzt, sitzen wortlos nur am Tisch
Trinken stille vor uns hin, stochern lustlos rum im essen
Wolln mit altem uns verbinden aber können uns nicht finden
Ich und du wir warn’ mal etwas, aber jetzt sind wir gewesen
Wollen zu sehr wieder das sein, und zu wenig neues knüpfen
Alte Zeiten
Neues wird nicht mehr geschrieben, wenn wir uns in stille wiegen
Denn wenn ich von jetzt erzähle, bist du nicht mehr zu erreichen
Und wenn du von morgen redest, fällst mir schwer nicht abzuschweifen
Und das Wetter ist schon eklig, ach der Stau der nervt dich auch?
Ja das sind wir eben jetzt, kleine Worte, leere Themen
In der engen, kleine Kneipe, kann ich Gestern noch vernehmen
Wie die Judbox und die Muke – alt, nostalgisch und kaputt
Vielleicht ist es auch ok so. Vielleicht werte ich es ab.
Nur weil etwas nicht mehr ist, nur, weil man’s dann nicht mehr hat
Ist es doch noch lang nicht wertlos. Vielleicht lass ich deine Hand los.
Und der small talk faded aus, zahl den Drink, und gehe heim
Oder Small talk kann ok sein und wir einigen uns drauf
Aber was auch immer anklingt, dass es war ist einfach gut
Komm schon alter, weißt du noch? als währs Gersten erst gewesen
Schlechte Witze, lange Nächte, und so viele, viele Pläne
Unbeendete Projekte und belanglose Gespräche
Und ja einmal, ganz spezifisch, eine Reihe von Momenten
Waren wir nicht einfach dumm, aber mussten immer Lachen
Du erinnerst dich bestimmt
Und erinnern ist das Stichwort, denn das kann uns niemand nehmen
Und auch wenn ich manchmal maule, traurig bin und mich nach sehne
Was wir hatten steht für immer, denn was war, das prägte Heute
Und wenn du und ich nicht waren, währn wir heute andre Leute
Schon ironisch so ne Bindung, die dich fesselt und dann trennt
Das Erinnern ist schon dufte, aber ich muss laufen lernen
Will mich nicht auf altes stützen, muss mir neue Ziele setzten
Aber diese Diskrepanz, der Vergleich von dann und heute
Ich vermiss dich und ich mag dich, aber ich kann nicht zurück
Meine Worte bleiben tonlos, das würd dich nicht überraschen
Irgendwann war Lügen leichter
Du bist wichtig – Gestern, Heute und so wird es immer bleiben
Wollte trinken nur mit dir, wollt dir helfen, für dich da sein
Wollte planen, plotten, siegen, wollte alles und auch nichts
Und wir hatten es doch etwas, und das etwas, das war gut
ist vorbei und ist ok so, nur, grad tut es etwas weh
Also, seit mir jetzt nicht böse, wenn ich heute einfach geh